Ergonomie und Gesundheit in der Schichtplanung

Wir zeigen Ihnen, was Sie alles bei der Dienstplanung beachten müssen, um die Arbeits- und Lebensqualität Ihrer Mitarbeiter zu steigern und ein optimales, ergonomisches Arbeitsumfeld zu schaffen.

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Ergonomie - per Definition: “Die Wissenschaft von den Leistungsmöglichkeiten und -grenzen des arbeitenden Menschen sowie von der optimalen wechselseitigen Anpassungen zwischen dem Menschen und seinen Arbeitsbedingungen.” Wie in jedem Bereich unseres Lebens ist es auch bei der Arbeit wichtig sich mit seiner Gesundheit auseinanderzusetzen, um eine optimale Arbeitsqualität zu ermöglichen.

Unternehmen streben natürlich danach, die bestmögliche Mitarbeiterzufriedenheit und folglich auch Effizienz zu generieren. Daher sollte auch einen großen Wert auf Ergonomie und Gesundheit in der Schichtplanung gelegt werden.

Hierbei spielt Dienstplanung eine wichtige Rolle, da diese über Erholung, Pflegen sozialer Kontakte und andere maßgebliche Faktoren für eine einwandfreie Ergonomie bei der Schichtarbeit entscheidet.

Wir zeigen Ihnen, was sie alles bei der Dienstplanung beachten müssen, um die Arbeits- und Lebensqualität ihrer Mitarbeiter zu steigern und ein optimales, ergonomisches Arbeitsumfeld zu schaffen.

Das sollten Sie bei Nachtschichten beachten

Der biologische Schlafrhytmus ist während der Nacht überwiegend auf Erholung und nicht auf Leistung eingestellt, deswegen sollte mit Nachtschichten bei der Dienstplanung anders umgegangen werden, als mit Tagesschichten.

Zum einen sollte die Zahl der aufeinanderfolgenden Nachtschichten eines Arbeitnehmers nicht drei Schichten überschreiten. Am besten erfolgt eine Wiedereinstellung der inneren Uhr bei einzelnen Nachtschichten. Außerdem sollte eine Nachtschicht nicht später als um 5 oder 6 Uhr enden, weil unser Organismus dazu tendiert den Tagesschlaf um die Mittagszeit zu beenden und es so nicht zu einem Schlafdefizit kommt. Ebenfalls ist bei der Dienstplanung zu beachten, dem Arbeitnehmer nach einer Nachtschicht eine möglichst lange Ruhephase, von ein bis zwei Tagen, zu gewährleisten.

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Work-Life-Balance

Genug Freizeit ist ein wesentlicher Faktor, um sich zu Erholen, am familiären sowie sozialen Leben teilnehmen zu können und eine gute Work-Life-Balance zu schaffen.

Um dies zu gewährleisten sollten einige Dinge beachtet werden. Zum einen ist es wichtig den Arbeitnehmern freie Abende, auch an Wochenenden, zu geben, damit sie hier Beziehungen in ihrem sozialen Umfeld pflegen könne. Dementsprechend sind geblockte freie Tage von Samstag auf Sonntag mehr wert als freie Tage innerhalb der Woche. Auch durch zu viele aufeinanderfolgende Spätschichten kann das Aufrechterhalten von sozialen Kontakten erschwert werden und sollte deswegen vermieden werden. Bei der Dienstplanung sollte beachtet werden, die Schichten schon weit im voraus zu planen, damit der Arbeitnehmer ein guten Überblick über seine freie Zeiten hat und seine soziale Aktivitäten besser planen kann.

Mitarbeiter nicht überanstrengen

Es sollte auch beachtet werden, eine möglichst lange Ruhezeit zwischen zwei Schichten zu setzen, um die Erholung der Arbeiter sicherzustellen. Laut Gesetz beträgt diese 11 Stunden - nach einer Nachtschicht sollten sie aber besser 24 oder 48 Stunden betragen. Dadurch kann sich der Arbeitnehmer ausreichend erholen und den Schlafdefizit abbauen. Wie lang eine Schicht ist, sollte abhängig von der körperlichen und psychischen Schwere der Arbeit sein. Oft sind Schichtarbeiten von schwierigen Arbeitsbedingungen geprägt, wie z.B belastende, körperliche Arbeit, Lärm, hohe Verantwortung oder Konzentration. Auf diese Faktoren muss beim Planen der Schichten Rücksicht genommen werden, um die Arbeiter nicht zu sehr zu belasten.
Jährliche Events, wie Weihnachtsfeier, Sommerparty oder dem Zelebrieren von Erfolgen, verhelfen den Arbeitnehmern dabei ein positives Arbeitsumfeld zu haben, sich mit seinen Kollegen auszutauschen, von der Belastung zu erholen und sich wertgeschätzt zu fühlen.

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Flexibilität und Mitbestimmung zulassen

Ein wichtiger Aspekt einer gelungenen Schichtplanung ist die Selbstbestimmung der Mitarbeiter. Eine IG Metall Mitarbeiterbefragung (2017) ergab, dass die beschäftigten Schichtarbeiter sich vor allem mehr Mitspracherecht bei ihren Arbeitszeiten sowie einen geringeren Abstimmungsaufwand wünschen. Weniger als die Hälfte der Befragten sind mit ihren Arbeitszeiten zufrieden. Rund 71% der Arbeitnehmer glauben demnach, dass es sinnvoll wäre, in der Planung miteinbezogen zu werden. Der Wunsch nach Mitarbeiterselbstbestimmung sollte unbedingt erfüllt werden. Dadurch wird den Arbeitnehmern eine Stimme zu geben, ihre Freiheit wird gefördert und Zufriedenheit gesteigert.

Hierzu eignet sich eine Softwarelösung für Personalplanung und Mitarbeiterkommunikation wie shyftplan. Wir fördern die Selbstbestimmung von Mitarbeitern, indem diese in viele Prozesse schon von Anfang an miteinbezogen werden. Dadurch nutzen ein bisher ungeahntes Potential: Employee Intelligence. Zu den Kernfunktionen unserer Software gehören Dienstplanung, Zeiterfassung, Abwesenheitsplanung und Zeit- und Geldwirtschaft.

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Weiterführende Quellen

https://www.igmetall-bbs.de/fileadmin/user/Dokumente/2012/Material_Familie-Beruf/AZ_Checkliste_Schichtplangestaltung.pdf http://www.ergonassist.de/Publikationen/Schichtplaene_Lennings.pdf https://www.duden.de/rechtschreibung/Ergonomie

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