Mitarbeiterzufriedenheit- und Effizienz durch optimale Schichtrotation

In jedem Unternehmen, vor allem in Schichtbetrieben, ist eine Frage besonders wichtig: Wie gestalte ich die Schichten meiner Mitarbeiter, um ihre Zufriedenheit zu steigern, ein angenehmes Arbeitsumfeld zu schaffen und eine Identifikation mit dem Unternehmen erreichen zu können. Rückwirkend wirken sich diese Punkte wiederum auch positiv auf die Leistung und Effizienz der Mitarbeiter aus.

Mitarbeiterzufriedenheit HERO

Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied

Bei der Planung eines Schichtsystems, sollte sich ausreichend Zeit genommen und verschiedene Aspekte beachtet werden. Außerdem ist es wichtig, den Plan nicht nur hinsichtlich der vermeintlichen Vorteile für das Unternehmens zu erstellen, sondern einen großen Wert auf das Wohl der Beschäftigten zu legen und diese auch an der Schichtplanung teilhaben zu lassen, um ihre Bedürfnisse bestmöglich in den Prozess mit einfließen lassen zu können.

Ein Kernaspekt einer gelungenen Schichtplanung ist die Beachtung der Gesundheit des Mitarbeiters und die Schaffung eines optimalen, ergonomischen Arbeitsumfeldes.

Mehr dazu lesen Sie übrigens in diesem Blogbeitrag:

Ergonomie und Gesundheit in der Schichtplanung

Eine gelungene Schichtrotation schaffen

Arbeitswissenschaftler haben sich mit dem Thema der Schichtrotation eingehend beschäftigt und verschiedene Erkenntnisse gesammelt. Obwohl ein perfektes Schichtsystem nicht möglich ist, gibt es dennoch einige Methoden, welche zu einer erfolgreichen Strategie der Belastungsminimierung bei der Schichtarbeit führen.

Hans-Jürgen Urban, Vorstandsmitglied der IG Metall und zuständig für Gesundheitsschutz und Arbeitsgestaltung, sagt:

"Schichtpläne müssen sich an den gesicherten arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen orientieren. Daraus ergeben sich vor allem kurzzyklische und vorwärtsrotierende Schichtfolgen mit geblockten Wochenendfreizeiten.”

Arbeitswissenschaftler raten, langsame und einfache Schichtrotationen, wie beispielsweise eine Woche Nacht-, eine Woche Früh-, eine Woche Spätschicht, zu vermeiden. Stattdessen sind kurzzyklische Schichten von größerem Vorteil, da der veränderte Arbeits- und Lebenszyklus den Mitarbeitern zugute kommt. Schnelle Wechsel sind besser als lange Schichtfolgen.

Ein weiterer zu beachtender Aspekt bei der Schichtrotation ist, dass diese immer vorwärtsrotierend und nicht rückwärtsrotierend stattfinden sollte. Lieber Früh-Spät-Nacht-Schichten, als Nacht-Spät-Früh-Schichten. Ein vorwärtswechselndes Schichtsystem entspricht dem 24h-Rhythmus und ist deswegen verträglicher für den Körper.

Außerdem gibt es einige Schichtfolgen, welche unbedingt vermieden werden sollten - das schreibt sogar das Gesetz vor. So beispielsweise der Rückwärtswechsel von Spät- auf Frühschicht oder von Nacht- auf Spätschicht, da hier die mindest Ruhephase von 11h nicht gegeben ist. Zudem sollten dem Arbeiter mindestens zwei freie Tage nach einer Nachtschicht gewährleistet werden, damit das Schlafdefizit ausreichend ausgeglichen werden kann.

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Ein neues Schichtsystem einführen

Aus vielerlei Gründen tun sich Beschäftigte schwer einen ständig wechselnden Schichtrhythmus zu akzeptieren. Es ist einfacher der Gewohnheit zu folgen und zu wissen, wann man arbeitet; um Termine im privaten Umfeld besser planen oder sich mental auf die kommende Arbeit vorzubereiten zu können. Jede Änderung des Schichtplans und des Schichtsystems ist ein Eingriff in das Leben der Mitarbeiter und wird meist zunächst mit Ablehnung und Frust aufgenommen.

Es gibt jedoch Methoden das neue Schichtsystem positiv zu kommunizieren: Offene und transparente Mitarbeiterkommunikation spielt hier eine entscheidende Rolle. Der Betriebsrat sollte nicht vom einen Tag auf den anderen Tag das neue Schichtsystem einführen, ohne es vorher ausreichend angekündigt und besprochen zu haben. Die Entscheidung für das neue Schichtsystem muss für den Schichtarbeiter klar nachvollziehbar sein. Die Vorteile für den Arbeiter müssen klar erkennbar werden - so könnten diesem beispielsweise die gesundheitlichen Nutzen des neuen Systems deutlich gemacht werden.

“Wir stellen fest, dass die Bedenken nach der Einführung dieser Schichtmodelle bald verschwinden. Die Betriebsräte sollten daher die Beschäftigten von vorn herein in die Arbeitszeitgestaltung einbeziehen und ihnen auch zusichern, an einer späteren Optimierung des Schichtmodells mitwirken zu können”, so Hans-Jürgen Urban.

Außerdem ist es sehr wichtig den Arbeitern eine Stimme zu geben und ihnen ein Mitgestaltungsrecht auf ihre Arbeitszeiten zu gewähren.

Hierzu eignet sich beispielsweise eine Softwarelösung für Personalplanung und Mitarbeiterkommunikation, wie shyftplan. Wir fördern die Selbstbestimmung von Mitarbeitern, indem diese in viele Prozesse der Personaleinsatzplanung schon von Anfang an miteinbezogen werden. Dadurch nutzen wir ein bisher ungeahntes Potential: Employee Intelligence. Zu den Kernfunktionen unserer Software gehören Dienstplanung, Zeiterfassung, Abwesenheitsplanung und Zeitwirtschaft.

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Quellen:

https://www.igmetall.de/download/0173964_Tipp41_b1e27699e623a7859c418098e770ff0231cefedc.pdf https://www.gesundheitsmanagement24.de/wp-content/uploads/2015/08/ubgm-checkliste-gesunde-schichtarbeit.pdf https://www.moderne-arbeitszeiten.de/upload/pdf/publikation_49_ArbeitsZeitGewinn_Broschuere.pdf

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