
shyftplan im Future Work Lab: Zukunft der Schichtarbeit im Praxistest

Das Future Work Lab des Fraunhofer IAO in Stuttgart zeigt, wie die Arbeitswelt von morgen aussehen kann. Neben Robotik, KI und Industrie 4.0 Anwendungen steht dort auch der Mensch im Mittelpunkt. Die Frage, wie Schichtarbeit effizient, flexibel und zugleich attraktiv gestaltet werden kann, ist dabei zentral. Mit shyftplan wird diese Zukunft greifbar: Die Software ist Teil der Demonstrationsumgebung und macht erlebbar, wie digitale Lösungen den Schichtbetrieb verbessern.
Inhaltsverzeichnis
- Warum shyftplan ins Future Work Lab passt
- Die Herausforderungen im Schichtbetrieb
- Flexibilität braucht mehr als Software
- Mensch im Mittelpunkt der Smart Factory
- New Work im Schichtbetrieb
- Mobile Tools als Standard
- Schichtplanung als Schlüssel zur Fabrik der Zukunft
Warum shyftplan ins Future Work Lab passt
Der Kontakt zwischen Fraunhofer IAO und shyftplan entstand, weil renommierte Industrieunternehmen die Lösung bereits erfolgreich einsetzen. „shyftplan ist einer der bekannten Anbieter am Markt, gerade auch bei industriellen Unternehmen“, erklärt Dr. Stefan Gerlach, Leiter Team Produktionsmanagement am Fraunhofer IAO. So hat Fraunhofer über Kunden des Instituts erstmals von shyftplan erfahren, und es ist schnell deutlich geworden, dass die Lösung in der Industrie gerade bei größeren Produktionsunternehmen breite Anwendung findet.
Für Dr. Gerlach liegt der Mehrwert auf der Hand: Beratungsprojekte rund um flexiblen Personaleinsatz lassen sich im Future Work Lab praxisnah mit einem realen Tool illustrieren. Das Labor vereint zahlreiche Industrie 4.0 Demonstratoren, Assistenzsysteme und Automatisierungslösungen. shyftplan ergänzt diese um den entscheidenden Faktor Mensch und macht deutlich, dass Digitalisierung nicht nur Maschinen betrifft, sondern auch die Arbeitsorganisation.
Die Herausforderungen im Schichtbetrieb
Dr. Gerlach beschreibt die Realität vieler Unternehmen:
- Zersplitterte Systeme: Qualifikationsmanagement, Zeitwirtschaft, Urlaubsplanung und Kapazitätsplanung laufen in separaten Tools.
- Fehlender Überblick: Planer verlassen sich auf Erfahrungswerte statt auf aktuelle Daten.
- Breite Betroffenheit: Nicht nur Produktionsmitarbeiter, auch Instandhaltung, Wartung und NC-Programmierung sind an Schichtsysteme gebunden. Gerade in hochspezialisierten Fertigungsumgebungen, etwa wenn Teile in Losgröße fünf gefertigt werden, sind hochqualifizierte Programmierer unverzichtbar und müssen im Schichtbetrieb verfügbar sein.
- Volatile Aufträge: Kleine Serien und kurzfristige Änderungen erfordern spontane Anpassungen.
shyftplan adressiert genau diese Punkte: Durch Integration und Übersicht werden Entscheidungen datenbasiert möglich, was einen entscheidenden Schritt zu mehr Effizienz und Planungssicherheit darstellt. Die Bündelung von Informationen aus verschiedenen Quellen (Arbeitszeitkonten, Urlaubsständen, Qualifikationen, Schulungsplänen und Kapazitätsbedarfen) führt zu einer Transparenz, die heute vielen Unternehmen fehlt.
Flexibilität braucht mehr als Software
Doch eine Software allein macht noch keine flexible Fabrik. Dr. Gerlach bringt es auf den Punkt: „Flexibilität kommt nicht aus der Software heraus, sondern aus den Rahmenbedingungen.“
Unternehmen, die ausschließlich mit einer festen Stammbelegschaft arbeiten, können ihre Schichtpläne meist noch vergleichsweise einfach erstellen. Doch sobald unterschiedliche Arbeitszeitmodelle, Qualifikationsanforderungen oder wechselnde Auftragslagen ins Spiel kommen, stößt die klassische Planung an ihre Grenzen. In solchen Szenarien wird eine Software wie shyftplan unverzichtbar, weil sie Daten aus unterschiedlichen Systemen zusammenführt und damit den Planungsprozess absichert.
Mensch im Mittelpunkt der Smart Factory
Automatisierung ersetzt repetitive Tätigkeiten, doch Innovation entsteht durch Menschen. Dr. Gerlach betont: „Über den Menschen bekommen Sie Innovation in Ihre Prozesse. Auch wenn wir repetitive Arbeit automatisieren, werden wir Menschen brauchen, die Roboter pflegen, KI steuern und neue Lösungen entwickeln.“
Damit verknüpft er auch die Prinzipien des Lean Management: Kontinuierliche Verbesserung ist nur mit dem aktiven Beitrag der Belegschaft möglich. shyftplan zeigt im Future Work Lab, wie digitale Unterstützung den Menschen stärkt, anstatt ihn zu ersetzen.
New Work im Schichtbetrieb
„Im Büro ist Gleitzeit selbstverständlich. Warum sollte das im Schichtbetrieb nicht auch möglich sein?“, fragt Dr. Gerlach.
New Work sollte kein Privileg der Büros sein. Mitbestimmung und Flexibilität sind auch im Schichtumfeld realisierbar, wenn Mitarbeiter in die Verantwortung genommen werden: „Die operativen Mitarbeiter müssen Verantwortung übernehmen, dafür brauchen sie die richtigen Tools.“
In Projekten hat das Fraunhofer IAO die Erfahrung gemacht, dass reine Automatisierung zu Unzufriedenheit führt. Erst wenn Mitarbeiter aktiv eingebunden werden, entsteht Akzeptanz. Entscheidend ist, Verantwortung nicht nur zu übertragen, sondern durch geeignete Leitplanken abzusichern, damit Arbeitsplätze zuverlässig besetzt sind und rechtliche Vorgaben eingehalten werden.
Flexibilität wird damit nicht nur zu einer organisatorischen Notwendigkeit, sondern auch zu einem zentralen Attraktivitätsmerkmal. Unternehmen, die ihren Beschäftigten Mitsprache ermöglichen, verschaffen sich einen Vorteil im angespannten Arbeitsmarkt. Gerade hochqualifizierte Fachkräfte achten zunehmend darauf, wie flexibel ihre Arbeitsbedingungen gestaltet sind.
Mobile Tools als Standard
Viele Teams stimmen sich heute pragmatisch, aber unorganisiert und datenschutzkritisch über WhatsApp ab. Dr. Gerlach fordert, dieses Bedürfnis aufzugreifen und durch professionelle Lösungen zu unterstützen.
Die Mitarbeiter wollen ihre Informationen direkt auf dem Handy, in einem Workflow, der übersichtlich, aktuell und sicher ist. Klassische Apps aus dem B2C-Bereich sind dabei oft nutzerfreundlicher als viele traditionelle B2B-Planungssysteme. shyftplan zeigt, wie sich diese Erwartungen mit industrieller Funktionstiefe verbinden lassen.
Darüber hinaus spielt Compliance eine wichtige Rolle: Unternehmen müssen sicherstellen, dass Informationen nicht über inoffizielle Kanäle laufen. shyftplan bietet hier eine Lösung: mobil, intuitiv und gleichzeitig rechtskonform. Auch wenn Datenschutz manchmal als übertrieben empfunden wird, wie Gerlach anmerkt, zeigt shyftplan im Future Work Lab, dass Sicherheit und Nutzerfreundlichkeit durchaus vereinbar sind.
Schichtplanung als Schlüssel zur Fabrik der Zukunft
Das Beispiel im Future Work Lab macht deutlich: Schichtplanung ist ein Schlüsselthema für die Fabrik der Zukunft. shyftplan zeigt praxisnah, wie digitale Lösungen:
- Flexibilität ermöglichen,
- Planungsprozesse vereinfachen,
- Mitarbeiterzufriedenheit steigern,
- und gleichzeitig Compliance sicherstellen.
Unternehmen, die sich trauen, ihren Mitarbeitern Verantwortung zu übertragen und dies mit den richtigen digitalen Werkzeugen flankieren, schaffen die Basis für eine resiliente und innovative Arbeitswelt.
Für Dr. Gerlach steht fest: Der Mensch bleibt im Zentrum. Tools wie shyftplan machen sichtbar, wie Technologie diesen Anspruch heute und in Zukunft in die Praxis trägt.
Wie die Belegschaft von Siemens Energy von shyftplan profitiert
Die Umstellung auf eine digitale Lösung bringt in der Praxis messbare Erfolge. Bei Siemens Energy führte die automatisierte Schichtplanung mit shyftplan zu einer höheren Mitarbeiterzufriedenheit und mehr Produktivität. Komplexe Planungsanforderungen und rechtliche Vorgaben werden dort nun effektiv bewältigt. Erfahren Sie im Detail, wie Siemens Energy von einer digitalen Lösung profitiert.
Da bei einem Dienstplan personenbezogene Daten benötigt werden, greift hier selbstverständlich auch der Datenschutz. So darf ein Schichtplan nicht einfach für alle sichtbar ausgehängt und schon gar nicht abfotografiert und beispielsweise per Messenger verschickt werden – was aber insbesondere bei kleineren Betrieben oft der Fall ist. Doch auch in größeren Betrieben gibt es eine problematische Beziehung zwischen Dienstplan und Datenschutz: Gibt es zum Beispiel ein Excel-Dokument, auf das alle Mitarbeiter zugreifen und somit die persönlichen Daten Dritter einsehen können, wird der Datenschutz verletzt. Daher gilt: Ein Schichtplan ist ein Dokument mit vertraulichen, persönlichen Daten und sollte auch als ein solches behandelt werden.
Hängen Sie Schichtpläne niemals öffentlich aus. Schicken Sie keine Fotos von Schichtplänen an Ihre Mitarbeiter. Beschränken Sie den Zugriff der Mitarbeiter auf Dienstplan-Dateien, etwa im Intranet. Sorgen Sie dafür, dass jeder Mitarbeiter nur seine eigenen Daten einsehen kann. Eine Dienstplanungssoftware kann dabei helfen, einen datenschutzkonformen Dienstplan zu erstellen. Damit sind vor allem größere Unternehmen auf der sicheren Seite, da intelligente Lösungen bei der Erstellung von Dienstplänen auch auf Gesetze und rechtliche Vorgaben achten.
Beim Datenschutz ist das Gesetz für Dienstpläne eindeutig: Nicht jeder Mitarbeiter hat einen Anspruch darauf, den gesamten Schichttplan einzusehen. Genauso hat jeder Mitarbeiter das Recht, eine Veröffentlichung des Dienstplans zu verhindern – auch innerhalb des Unternehmens.

