Mehrschichtsysteme: Von 5 Schichtsystem bis Vollkonti

Einleitung: Was versteht man unter einem Mehrschichtsystem?

Von einem Mehrschichtsystem spricht man stets, wenn die Anzahl der rotierenden Schichten bzw. Schichtgruppen in einem Betrieb größer eins ist. Da dies in den meisten Produktionen der Fall ist - im Gegensatz zu Büros arbeitet man nur in den seltensten Fällen ausschließlich werktags von 9 bis 17 Uhr - wird in nahezu allen Produktionsbetrieben mit Mehrschichtsystemen gearbeitet. Bei der Anzahl der Schichtrotation und der daraus folgenden Schichtplangestaltung gibt es aber durchaus Unterschiede.

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Die unterschiedlichen Formen von Mehrschichtsystemen

Man unterscheidet zwischen den folgenden Schichtmodellen:

2 Schichtsystem

In einem 2 Schichtsystem gibt es in der Regel eine Früh- und eine Spätschicht zu je acht Stunden.

3 Schichtsystem

In einem 3 Schichtsystem wird ein Betrieb in der Regel fünf Tage die Woche für 24 Stunden "rund um die Uhr" besetzt - mit einer Früh-, einer Spät- und einer Nachtschicht zu je acht Stunden Arbeitszeit.

4 und 5 Schichtsystem

4 oder 5 Schichtsysteme kommen dann zum Einsatz, wenn in Tarifverträgen Arbeitszeiten geregelt sind, die sich in einem "Vollkonti-Schichtsystem" mit einem 3-Schicht-Modell nicht realisieren lassen.

Was bedeutet "Vollkonti"?

"Vollkonti" ist ein abgekürzter Begriff für das "vollkontinuierliche Schichtsystem". Bei vollkontinuierlichen Schichtsystemen wird in einem Betrieb rund um die Uhr (24 Stunden pro Tag) an sieben Tagen in der Woche gearbeitet.

Mit einem 3-Schichtsystem stößt man hierbei entsprechend schnell an die Grenzen des Möglichen, da die drei Schichtgruppen in diesem Fall - bei acht Stunden Arbeitszeit - 56 Stunden pro Woche arbeiten müssten. Die Nutzung eines 4- oder 5-Schicht-Modells wird also unausweichlich.

Vollkontinuierlicher Schichtbetrieb: 4 oder 5 Schichtrotation?

Um eine Fabrik rund um die Uhr zu betreiben, muss also in einer 4 oder 5 Schichtrotation gearbeitet werden. Die Nummer der Schichtrotation gibt hierbei an, in wie viele Schichtgruppen die Arbeitnehmer aufgeteilt werden. 5 Schichtrotation bedeutet also nicht, dass man täglich fünf Schichten a 4 Stunden und 48 Minuten (4,8 in Dezimalstunden) zu vergeben hat, sondern dass die Mitarbeiter in fünf separaten Gruppen arbeiten. Jede Gruppe hat dabei ihren eigenen Zeitplan.

Durch die Aufteilung in fünf Gruppen hat bei einem 5 Schichtsystem jede Gruppe weniger Schichten als in einem 4 Schichtsystem. Dies bedeutet, dass die Mitarbeiter im Durchschnitt bspw. nur 30 statt 35 Stunden pro Woche arbeiten. Wenn nun Mitarbeiter - je nach Arbeitsvertrag und Betriebsvereinbarung - 35 Wochenstunden arbeiten müssen, erhalten sie also -5 Stunden auf ihrem Stundenkontostand.

Um diesen Stundenkontostand wiederum auszugleichen, müssen die Mitarbeiter jetzt zusätzliche Schichten arbeiten. Diese Schichten können dann bei einer 5 Schichtrotation vom Mitarbeiter frei gewählt werden - zum Beispiel wenn ein Kollege krank oder im Urlaub ist. Die Mitarbeiter können diese Schicht nun zusätzlich zu ihrem regulären Schichtplan bzw. Schichtgruppenplan übernehmen. Diese Zusatzschichten werden gemeinhin als Bringschichten bezeichnet und sind im Grunde nichts anderes als offene Schichten.

Durch die Auswahl von Bringschichten können die Mitarbeiter nun ihren eigenen Zeitplan erstellen und ihre Freizeit besser planen. Sie können also einfach gesagt öfter arbeiten, wenn es ihnen persönlich passt und eine verbesserte Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf jedes Einzelnen ist gewährleistet. Mit dem Ziel ein attraktiver Arbeitgeber zu sein und den Mitarbeitern mehr Freiheit zu geben, setzen daher viele Unternehmen mittlerweile auf die 5-Schicht-Rotation.

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