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SAP Zeitwirtschaft und Schichtplanung: Wie Sie beides sinnvoll kombinieren

Wie Sie mit SAP und spezialisierter Schichtplanung Engpässe verhindern

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In der herstellenden Industrie in Deutschland ist der Fachkräftemangel endgültig angekommen. Maschinen und teilweise ganze Linien stehen immer häufiger still und der Druck wird nicht geringer. Laut einer Studie der Deutschen Industrie- und Handelskammer erwarteten schon vor einem Jahr mehr als 82 % der Befragten negative Auswirkungen für ihr Unternehmen, da sie offene Stellen nicht ausreichend besetzen konnten.

Hinzu kommt der starke Strukturwandel in den tragenden Branchen der heimischen Industrie. Der Automobilsektor befindet sich mitten in einem Strukturwandel, mit unabsehbaren Folgen für Hersteller und Zulieferer. Wertstofffabrikanten für Metall, Kunststoff und anderes stehen unter starkem internationalen Preis- und Konkurrenzdruck. Und der asiatische Markt im Ganzen ist dabei, signifikante Marktanteile von deutschen und europäischen Herstellern in den unterschiedlichsten Branchen zu übernehmen.

Vor diesem Hintergrund ist die Effizienz in der Produktion ein zentraler Faktor für Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftssicherheit. In der Fertigungsindustrie ist die zur Verfügung stehende Arbeitskraft also weit mehr als ein abstrakter Kostenfaktor, sie ist eine knappe Ressource, die sich direkt auf die Produktivität auswirkt.

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Warum Flexibilität im Schichtbetrieb unverzichtbar ist

Besonders im Schichtbetrieb ist eine präzise Steuerung der Arbeitszeiten entscheidend. Doch die Realität ist komplex: flexible Schichtmodelle, wechselnde Überstundenregelungen, verschiedene Vertragsarten und der Einsatz von Zeitarbeit machen die Personaleinsatzplanung zur täglichen Herausforderung.

SAP Zeitwirtschaft stellt dafür zentrale Funktionen von der Zeiterfassung bis zur Abrechnung zur Verfügung. Doch bei kurzfristigen Änderungen, komplexen Tarifen oder standortübergreifenden Planungen sollte zusätzlich Schichtplanungssoftware zum Einsatz kommen, um sicherzustellen, dass betriebliche Vorgaben bestmöglich in der Planung berücksichtigt werden.

Eine ergänzende Software für Schichtplanung hilft in diesen Fallen, die Belegschaft in der Produktion gezielter zu verplanen, ihre Produktivität zu erhöhen und sie durch proaktive Einbindung in die Schichtplanung zufriedener zu machen. So geht die Arbeit auf dem Shopfloor reibungsloser, effizienter und zielgerichteter vonstatten.

SAP Zeitwirtschaft im Überblick

SAP Zeitwirtschaft ist eine Kernkomponente des SAP Human Capital Management (HCM)-Moduls und existiert bereits seit den frühen 1990er-Jahren. Sie wurde entwickelt, um Unternehmen dabei zu unterstützen, die Arbeitszeiten ihrer Angestellten effizient zu erfassen, zu verwalten und gesetzeskonform abzubilden. Anfangs war sie als Teil des klassischen SAP ERP Systems verfügbar, hat jedoch mit der Weiterentwicklung von SAP S/4HANA und SuccessFactors eine deutliche Modernisierung und Integration erfahren.

Ein zentraler Bestandteil dieser Entwicklung ist Employee Central (EC). Diese Lösung bietet Self-Services und ist vor allem auf standardisierte, global ausrollbare HR-Prozesse ausgerichtet. Im Vergleich zur klassischen SAP Zeitwirtschaft unterscheidet sich EC Time Management jedoch durch einen geringeren Individualisierungsgrad und ist eher auf Unternehmen mit klar strukturierten Zeitmodellen ausgelegt.

Die SAP Zeitwirtschaft unterstützt viele grundlegende Anforderungen an die Zeiterfassung und -verarbeitung, darunter Abwesenheiten, Zuschläge und Zeitkontenführung. Über Fiori oder das SAP ESS/MSS-Framework lassen sich zudem Urlaubsanträge, Zeitkonten und Schichtinformationen mobil zugänglich machen, sofern diese Funktionalitäten entsprechend implementiert wurden.

Doch genau hier stoßen viele Unternehmen im Schichtbetrieb an ihre Grenzen. Denn ihre Planung muss nicht nur regelmäßig, sondern oft auch kurzfristig angepasst werden:

  • Schichtänderungen sind umständlich und langsam. Wenn ein Kollege krank wird oder jemand eine Schicht tauschen möchte, muss dies erst über Papier oder E-Mail gemeldet und dann manuell in SAP eingetragen werden. Hier entstehen Verzögerungen, Extrakosten und Fehlerrisiken, die sowohl die Produktion als auch die HR belasten.
  • Planende Führungskräfte haben keinen direkten Zugriff. Meister, Schichtleiter oder Vorarbeiter in der Fertigung können bzw. dürfen in der Regel nicht selbst mit SAP arbeiten. Stattdessen müssen sie ihre Wünsche über Umwege kommunizieren, was zusätzliche Abstimmung erfordert.
  • Es fehlt an Übersicht und Flexibilität. Wer kurzfristig planen muss, braucht einen schnellen Überblick über Verfügbarkeiten, Urlaube, Qualifikationen und Schichtverteilungen. SAP bietet diese Transparenz nicht, insbesondere nicht in Echtzeit oder in einer für Nicht-HR-User nutzbaren Oberfläche.
  • Fehlende Unterstützung für spontane Entscheidungen. In der Fertigung geht es, etwa bei Maschinenausfällen oder Personalengpässen, häufig darum, innerhalb von Minuten zu reagieren. SAP ist auf Regelkonformität und stabile Prozesse ausgelegt, aber nicht auf ad hoc-Entscheidungen im Tagesgeschäft.

Statt effizienter Planung entstehen ständige Rückfragen, Abstimmungsrunden und Excel-Listen. Das blockiert die Produktivität, belastet Mitarbeitende und schafft Frust in der Linie.

Dies führt in der Praxis häufig zu Schattenprozessen, mit denen versucht wird, eine Schichtplanung im Umfeld von SAP zu verwirklichen – beispielsweise durch die Hinzunahme von Excel. Da SAP jedoch nicht auf das Abbilden einer Schichtplanung ausgelegt ist, hat man am Ende meist lediglich einen starren Spreadsheet, in dem Schichten eher abgebildet als wirklich geplant werden können.  Aus diesen parallelen Systemen ohne zentrale Governance entstehen zudem erhöhte Kommunikationsaufwände, Dateninkonsistenzen und Korrekturschleifen.

Das alles führt nicht nur zu unnötigen Mehrkosten, sondern auch zu Compliance-Risiken und einer verminderten Akzeptanz bei Angestellten.

SAP Zeitwirtschaft in der Praxis: Standardisierte Prozesse funktionieren, Schichtplanung nicht

SAP Zeitwirtschaft ist besonders geeignet für standardisierte und zentral geplante Prozesse. Die Stärken liegen in der automatischen Berechnung tariflicher Zuschläge, der Integration mit Lohnabrechnungen, den Schnittstellen zu Zeiterfassungssystemen und den umfangreichen Dokumentationsmöglichkeiten.

Ein oft unterschätzter Nutzen der SAP Zeitwirtschaft liegt zudem in den umfangreichen Reporting-Funktionen. Unternehmen können auf Basis der erfassten Arbeitszeiten fundierte Entscheidungen treffen und in Kombination mit SAP Analytics oder SAP BW auch strategische HR-Kennzahlen ableiten.

Es gibt jedoch gerade in der Schichtplanung zahlreiche Anforderungen, die über diese standardisierten Anwendungsbereiche hinausgehen. Diese sind ein zentraler Grund dafür, dass SAP Zeitwirtschaft nicht für die Erstellung von Schichtplänen genutzt wird und auch viele Add-ons diesen Bereich nicht zufriedenstellend abdecken.

Dazu gehören beispielsweise kurzfristige Änderungen im Schichtplan, tarifliche Sonderregelungen, ausführliche Visualisierungen und Self-Service-Funktionalitäten für Angestellte. Eine zentrale Herausforderung ist zudem das Management von Überstunden.

Auf Arbeitgeberseite entstehen Überstunden oft gezielt, um beispielsweise auf temporäre Nachfragespitzen zu reagieren oder Personal bei geringer Auslastung zu Hause zu lassen. In SAP erfolgt das durch bewusste Planung von Arbeits- und Ausgleichszeiten, teils auch automatisiert über Regelungen in der Zeitwirtschaft.

Auf Arbeitnehmerseite werden Überstunden häufig angesammelt, um später zusätzliche freie Tage zu erhalten. Die Zeitwirtschaft erfasst diese Buchungen transparent in persönlichen Zeitkonten.

Diese Saldenkonten ermöglichen es, Mehrarbeit systematisch zu verwalten – sei es für Freizeitgewährung oder Auszahlung. Es fehlt jedoch ein Forecast, der die Entwicklung der Überstunden abbildet.

In der Praxis kann es dabei in folgenden Fällen kritisch werden:

  • Ungeplanter Überstundenverfall: Wenn keine Regelungen zur Frist oder Priorität des Abbaus bestehen, verfallen Stunden oder werden versehentlich ausbezahlt.
  • Ungleichverteilung im Team: Manche Angestellte sammeln regelmäßig hohe Salden an, während andere unterbeschäftigt sind.
  • Komplexe Regelungen bei Schichtzuschlägen: Unterschiedliche Zuschlagsmodelle erschweren die Transparenz.
  • Konflikte bei Abbauwünschen: Der Wunsch nach Freizeit kollidiert mit Personalbedarf oder Planungsengpässen.

Solche Situationen verstärken meist noch die Nutzung der oben genannten Schattenprozesse. Um dies zu vermeiden, bietet es sich an, SAP Zeitwirtschaft in Kombination mit einer zusätzlichen Schichtplanungssoftware zu nutzen. Diese kann die Planung automatisieren, Angestellte durch Self-Service-Angebote einbeziehen und die Fehleranfälligkeit der Prozesse drastisch reduzieren.

Durch die Integration in SAP lassen sich so beide Systeme für ihre originären Use Cases verwenden, um sämtliche internen Prozesse und Anforderungen abzudecken. So ergibt sich eine integrierte Lösung, die aktiv zu einer besseren Auslastung, erhöhten Transparenz und rechtssicheren Dokumentation beiträgt.

Wer in der Industrie Schichten richtig planen will, braucht eine dedizierte Lösung

Ein dediziertes Schichtplanungstool wie shyftplan ist eine wertvolle Ergänzung, wenn es darum geht, flexibel und regelkonform auf sich ändernde Gegebenheiten zu reagieren. Zahlreiche Funktionen, die deutlich über das Angebot der SAP Zeitwirtschaft hinausgehen, helfen dabei, die Schichtplanung in der Produktion auf ein neues Level zu heben. Das Ergebnis ist eine spürbare Arbeitserleichterung für Führungskräfte und Personal. Dies spiegelt sich wider durch:

Wachsende Produktivität
Durch die optimale Besetzung von Schichten, Linien und Maschinen lässt sich das Maximum aus der Produktion herausholen. Das vorhandene Personal wird perfekt ausgelastet und Ausfälle von Maschinen oder ganzen Schichten werden vermieden. Zudem lassen sich die Arbeitsabläufe transparent und kurzfristig an sich ändernde Rahmenbedingungen oder Auftragsvolumen anpassen.

Einsparung von Kosten
Das festangestellte Personal kann gezielt verplant werden, wodurch unnötige Überstunden und Mehrarbeit vermieden werden. Und auch externe Kräfte wie Zeitarbeiter können so eingesetzt werden, dass sich die anfallenden Kosten genau am Bedarf orientieren.

Steigende Zufriedenheit des Personals
Transparenz in der Schichtvergabe. Einfaches Beantragen von Schichttausch und Urlaub. Kommunikation auf Augenhöhe durch eine mobile App. Mitsprache bei der Schichtplanung. All diese Themen sorgen dafür, dass die zu verplanenden Angestellten auf dem Shopfloor bei der Planung abgeholt werden und sich eingebunden fühlen. Dies wirkt sich direkt auf ihre Zufriedenheit aus, was wiederum zu einer geringeren Abwanderungsquote an Personal führt.

Gesicherte Compliance
Eine automatisierte Planung sorgt dafür, dass alle Gesetzesvorgaben automatisch eingehalten werden. Und wenn doch ein Audit anstehen sollte, sind alle relevanten Daten zentralisiert und einfach abrufbar, ohne auf das Wissen einzelner Angestellter und deren manuelle Dokumentation angewiesen zu sein.

Optimierung der Planung
Durch eine Vermeidung von Fehlplanungen wird die Betriebskontinuität kurz- und langfristig sichergestellt. Da alle relevanten Daten zentral abrufbar sind, werden Inkonsistenzen beim Übertragen von Daten zwischen mehreren Systemen vermieden und die Effizienz in der Planung wird spürbar gesteigert.

Automatisierung von Prozessen
Sowohl die Planungsprozesse selbst als auch die benötigten Feedbackschleifen werden deutlich verkürzt. Durch diesen verringerten Abstimmungsaufwand können sich die Planer mehr auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren - Dinge, die nur ein geübter Mensch tun kann. Der Rest wird von der Maschine übernommen, die sich nun um die redundanten Prozesse kümmert.

Mit gezielter Erweiterung zur Exzellenz

SAP Zeitwirtschaft bildet ein belastbares Fundament für die Arbeitszeitverwaltung. Doch wer im Schichtbetrieb erfolgreich sein will, braucht mehr: flexible Planungsoptionen, transparente Kommunikation und zukunftssichere Systeme. Eine gezielte Ergänzung durch ein integrierbares Planungstool schließt diese Lücken.

Mit Blick auf steigende Anforderungen an Agilität, Compliance und Datensouveränität wird klar: Nur wer Standardprozesse hinterfragt und gezielt erweitert, kann Zeitwirtschaft als echten Wettbewerbsvorteil nutzen.

Optimierte Personalplanung mit SAP SuccessFactors und shyftplan

Die Verknüpfung von shyftplan mit SAP SuccessFactors schafft eine leistungsstarke Lösung für die moderne Personalplanung, die dazu beiträgt, Engpässe zu vermeiden und die Effizienz zu steigern. Durch das Zusammenspiel dieser Systeme werden zahlreiche Prozesse automatisiert. Dazu zählen beispielsweise die Synchronisation von Abwesenheiten, KI-gestützte Vorschläge für Nachbesetzungen sowie die automatische Berücksichtigung relevanter gesetzlicher Vorgaben. Unternehmen profitieren von einem nahtlosen Datenaustausch, der nicht nur die betriebliche Effizienz erheblich verbessert, sondern auch die Einhaltung sämtlicher arbeitsrechtlicher Bestimmungen gewährleistet.

In unserer Webinar-Aufzeichnung demonstrieren Harald König (Head of Sales bei shyftplan) und Lena Menne (Solution Advisor bei SAP SuccessFactors), wie die Integration von SAP SuccessFactors und shyftplan einen reibungslosen Datenaustausch ermöglicht und somit die Basis für eine vollständig digitalisierte Schichtplanung legt.

Beim Datenschutz ist das Gesetz für Dienstpläne eindeutig: Nicht jeder Mitarbeiter hat einen Anspruch darauf, den gesamten Schichttplan einzusehen. Genauso hat jeder Mitarbeiter das Recht, eine Veröffentlichung des Dienstplans zu verhindern – auch innerhalb des Unternehmens.

Der Gesamtpreis für Ihr Unternehmen setzt sich aus dem Lizenzpreis für das Professional oder Enterprise Paket und der Anzahl der zu verplanenden Mitarbeitern zusammen. Kontaktieren Sie uns gerne für ein konkretes Angebot. Neben dem Lizenzpreis fallen bei shyftplan keine weiteren Kosten an. Somit profitieren Sie von einem klaren Total Cost of Ownership (TOC).

shyftplan ist für Unternehmen mit einer drei- bis fünfstelligen Anzahl an Schichtmitarbeitern ausgelegt. Bei Bedarf kann shyftplan auch für Firmen mit weniger Mitarbeitern eingesetzt werden. Beachten Sie jedoch den Mindestpreis von 700€ pro Monat.